
Blogbeitrag
Wer ist eigentlich dieser Jesus? - Löwe und Lamm
Als Leitungsteam im Gebetshaus hatten wir den Eindruck, dass Gott uns für dieses Jahr eine besondere Einladung schenkt: Jesus neu kennenzulernen.
Nicht nur theoretisch, nicht als Konzept, sondern ganz real als Person.
Deshalb haben wir beschlossen, unter anderem unsere Freitagabende diesem einen großen Thema zu widmen:
„Wer ist eigentlich dieser Jesus?“
Am vergangenen Freitag hat Paul den Auftakt gemacht und uns mit hineingenommen in eine kraftvolle und zugleich überraschende Perspektive:
Jesus als Löwe und als Lamm.
In diesem Blogpost möchten wir dir einen kleinen Einblick in seine Botschaft geben.
Die ganze Predigt vom Freitagabend findest du hier:
Im fünften Kapitel der Offenbarung wird uns eine der beeindruckendsten Szenen der ganzen Bibel gezeigt. Johannes, der sich auf der Insel Patmos in Gefangenschaft befindet, bekommt einen offenen Blick in den himmlischen Thronsaal. Er sieht Gott auf dem Thron, umgeben von Herrlichkeit, Macht und anbetenden Wesen. Alles strahlt aus: Gott regiert. Gott hat alles in der Hand.
Doch mitten in dieser erhabenen Szene taucht eine unerwartete Krise auf:
Gott hält eine Buchrolle in seiner Hand – gewissermaßen den „Masterplan“ seiner vollkommenen Gerechtigkeit und Erlösung. Aber niemand im ganzen Universum ist würdig, diese Rolle zu öffnen. Johannes beginnt zu weinen, weil es so aussieht, als würde Gottes Heilsplan nicht in Gang kommen.
Dann sagt einer der Ältesten:
„Einer hat den Sieg errungen – der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross, der aus dem Wurzelstock Davids hervorwuchs. Er ist würdig, das Buch mit den sieben Siegeln zu öffnen“ (Off. 5.5)
Der Löwe aus Juda: Jesus, der König, der siegt.
Dieser Löwe ist ein altes Bild aus den jüdischen Schriften:
- In 1. Mose 49 wird Juda als „junger Löwe“ beschrieben, aus dessen Linie ein König kommen wird.
- In Jesaja 11 wird dieser kommende König als gerechter Herrscher angekündigt, auf dem der Geist Gottes ruht.
Jesus ist dieser König.
Er sagt selbst:
„Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.“ (Matthäus 28)
Er hat am Kreuz die Mächte der Finsternis entwaffnet.
Er hat die Sünde besiegt.
Er hat den Tod überwunden.
Er regiert.
Aber die Überraschung kommt erst noch.
Das geschlachtete Lamm: Jesus, der sich hingibt.
Ein Löwe, das klingt nach Macht, Stärke und königlicher Autorität.
Doch als Johannes hinschaut, sieht er keinen Löwen, sondern ein Lamm.
Ein geschlachtetes Lamm.
Und das ist der Wendepunkt:
Nicht der Löwe tritt hervor, um die Buchrolle zu öffnen, sondern das Lamm.
Es ist das Lamm, das würdig ist die Buchrolle zu öffnen.
Das Lamm führt Gottes Plan aus.
Das Lamm regiert.
Das Lamm ist kein schwaches Symbol.
Es ist ein opferbereites, aber auch siegreiches Lamm,
ein Lamm, das löwenartig handelt.
Dieses Bild zieht sich durch das ganze Buch der Offenbarung. Immer wieder begegnet uns dieses Lamm:
- als jemand, vor dessen Zorn die Menschen sich verbergen wollen, (Off. 6,16)
- als jemand, der über die vereinten Mächte des Bösen triumphiert, (Off. 17,14)
- und vieles mehr
Warum ist das wichtig?
Weil es uns zeigt, wie Gott regiert:
durch Opfer, Liebe und Hingabe – und gleichzeitig in Souveränität, Macht und Gerechtigkeit.
Diese Spannung ist nicht verwirrend.
Sie ist das Herz des Evangeliums!
Die Schrift verbindet durchgehend die Macht des Löwen mit der Opferliebe des Lammes:
- Jesaja 52–53 beschreibt den Knecht Gottes, der unsere Schuld trägt und für unsere Sünde stirbt.
- Johannes der Täufer ruft:
„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“(Joh. 1,29) - Jesus sagt:
„Niemand nimmt mir das Leben – ich gebe es hin.“ (Joh 10,18)
Der König siegt, indem er stirbt.
Er herrscht, indem er dient.
Er gewinnt, indem er liebt.
Das Lamm ist nicht schwach.
Es ist siegreich, würdig, heilig und voller Autorität.
Ein Lamm, das löwenartig handelt.
Was bedeutet das für uns heute?
1. Der Löwe ruft uns zum Gehorsam
Wenn Jesus König ist, ist er nicht nur eine Option unter anderen.
Er ist Herr.
Paulus nennt das „Glaubensgehorsam“ (Röm. 1).
Wer zu Jesus gehört, lebt nicht mehr für sich selbst, sondern für ihn.
Seine Herrschaft ist kein Zwang, sondern Wahrheit, die frei macht.
2. Das Lamm zieht uns mit Liebe zu sich
Wir folgen Jesus nicht aus Pflichtgefühl.
Paulus schreibt:
„Die Liebe Christi drängt uns.“ (2. Kor 5,14)
Liebe verändert uns tiefer als Regeln es je könnten.
3. Wahrheit und Gnade gehören zusammen
Jesus ist nie nur Löwe oder nur Lamm.
Der Löwe ruft:
„Sündige nicht mehr.“
Das Lamm sagt:
„Ich verurteile dich nicht.“
Die Wahrheit konfrontiert.
Die Gnade befähigt uns.
Wir brauchen beides.
4. Er ist unserer Anbetung würdig
In Offenbarung 5 bricht das gesamte Universum in Lobpreis aus:
„Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde…“
(Offb 5,12)
Warum ist er würdig?
Weil er sein Leben gab.
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