
Blogbeitrag
Wunderbarer Glaube
Wenn ich in der Bibel lese oder von anderen Menschen höre, was Jesus in ihrem Leben tut, bin ich immer begeistert. Ich habe dann direkt ganz viele Ideen, was Gott bei mir oder auch anderen so alles machen könnte. Verwandte heilen, finanzielle Versorgung schenken, bei der Wohnungs- oder Jobsuche Türen öffnen, den richtigen Partner vorbei schicken oder Menschen, die mir lieb sind, die Augen für Gottes Herrlichkeit öffnen. Von solchen Ereignissen gibt es immerhin auch Berichte in der Bibel. Doch so wie ich Gott meine Ideen vorschlage handelt er so gut wie nie, er hat seinen eigenen Weg.
Ähnliches erleben auch Maria und Martha.
In Johannes 11 lesen wir davon, dass ihr Bruder Lazarus schwer krank ist, daraufhin ließen die beiden Schwestern Jesus eine Nachricht zukommen, in der Hoffnung, dass er ihren Bruder heilen würde, so wie er es schon so oft bei anderen gemacht hat. Doch Jesus beschloss 2 weitere Tage an dem Ort zu bleiben, in dem er sich befand, bevor er sich auf den Weg machte, um zu den Schwestern nach Bethanien zu gehen. Zu dem Zeitpunkt wusste er bereits: Lazarus ist tot.
Es ist zu spät, die Chance Lazarus zu heilen war da, doch Jesus griff nicht ein.
In meinem Leben denke ich mir immer wieder „Jetzt könnte Gott so coole Wunder vollbringen“ aber er tut es nicht. Ich bete für Freunde und Familie, aber Gott greift nicht ein. Für mich ist es immer wieder frustrierend. Die Situation für Marta und Maria war allerdings drastisch. Sie konnten sich nicht sagen „vielleicht heilt er ihn beim nächsten Mal“ – ihr Bruder war tot, sie mussten Abschied nehmen, eine Beerdigung planen und Jesus war nicht da obwohl er es hätte sein können. Sie hatten sich auf ihn verlassen. Immerhin war er ihr Freund. Aber Jesus war nicht da.
In diesem Kontext kommt Jesus nach Betanien, wo Maria und Martha leben. Martha kommt Jesus entgegen, die beiden reden kurz und dann sagt Jesus: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals sterben. Glaubst du das?« (Joh. 11,25-26) und weiter geht es: »Ja, Herr«, antwortete Martha, »ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.« (V. 27) – Wow! Martha muss in tiefer Trauer um ihren Bruder sein und doch bezeugt sie, Jesus als den Messias, den Retter. Daraufhin gehen sie gemeinsam zum Grab und dann folgt der Höhepunkt: Jesus ruft den verstorbenen Lazarus aus seinem Grab. – Er lebt!
Das ist einfach unglaublich! Jesus kam nicht zu spät, er hatte größeres mit Lazarus vor, an ihm sollte Gottes Herrlichkeit und Grenzenlose Macht offenbar werden. Mit diesem Glauben möchte ich auch durch mein Leben gehen, in jedem Leid, in Frustration und Trauer soll meine Antwort immer sein „Ja Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“ (vgl. V. 27). Auch wenn die Umstände oft dagegensprechen, lasst uns danach streben, mit diesem Glauben durchs Leben zu gehen.
Lisa Abrecht
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