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Neues Aus dem
Gebetshaus Hamburg

Der Siegelring

Ende 2022 und Anfang 2023 habe ich mich, ausgelöst durch unterschiedliche Begebenheiten und Impulse, mit der Bedeutung des Siegelrings in der Bibel befasst. Dabei wurde mir plötzlich bewusst, dass sowohl in Josefs als auch in Esters Geschichte der Siegelring weitreichende Auswirkungen für die jeweilige Person und das gesamte Volk oder sogar Völker hatte. Was hat uns und unseren Gemeinden das heute noch zu sagen? Was tut Gott gerade? Was brennt ihm auf dem Herzen?

Der Pharao setzte Josef als zweithöchsten Mann im Land Ägypten ein und steckte den Siegelring an seinen Finger, damit er unter dem Schutz, in der Autorität und mit der Vollmacht des Pharaos all die strategischen Dinge tun konnte, die das Überleben des ägyptischen Volkes und letztendlich auch anderer Völker sicherten (siehe 1. Mose 41,40–57).

König Ahasveros übergab seinen Siegelring Mordechai und als Ester den König anflehte, die königlichen Erlasse, die das ganze Volk der Juden zur Vernichtung freigaben, schriftlich zu widerrufen, antwortete er ihr und Mordechai:

Ihr aber, schreibt ihr nun, was die Juden betrifft, im Namen des Königs, wie ihr es für gut haltet, und versiegelt es mit dem Siegelring des Königs. Denn es ist unmöglich, eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt ist, zu widerrufen. Ester 8,8

Auch wir, die wir Gott lieben, haben einen König und als ich diese Verse las, wurde mir plötzlich klar, dass er uns seinen Siegelring entgegenstreckt und darauf wartet, dass wir ihn annehmen und danach handeln. Er hat uns eingesetzt als Könige und Priester, um mit ihm, in seinem Sinne, in seiner Autorität und Vollmacht geistlich zu regieren. Er traut uns das zu, weil wir durch seinen Geist mit ihm verbunden sind. Und es hätte Auswirkungen in alle Gesellschaftsbereiche hinein, in unseren Städten, Dörfern und im ganzen Land. Wollen wir das sehen und erleben?

Der mobile G20-Gebetseinsatz auf der Straße im Juli 2017, war für mich solch ein Weckruf an uns Beter und Christen der Stadt, Hamburg nicht den Extremisten und Radikalen zu überlassen. Ich habe einige Jahre davor selbst einige Zeit in einer christlichen WG über der St. Pauli Kneipe in der Budapester Straße gelebt, immer wieder kam es dort zu Straßenschlachten mit der Polizei, sogar bis ins Haus hinein.

Nach dem Gipfel sagte ich mir: „Ich will und ich kann das nicht länger hinnehmen. Gott, hier muss sich grundlegend etwas ändern. Du bist ein Gott der Ordnung und ein Gott des Friedens! Das möchte ich auch in dieser Stadt sehen.“

So ging es weiter mit einigen Gebetsspaziergängen in der Schanze und auf St. Pauli. Dann fingen wir aber auch an, bei Hochrisiko-Fußballspielen, z. B. den Stadtderbys (St. Pauli – HSV) und bei Demos mit Gewaltpotenzial, besonders bei den 1. Mai-Demos, wann immer es möglich war, 6–7 Stunden mobil auf der Straße zu beten. Der HERR der Heerscharen ging uns voran und positionierte uns so oft genau dort, wo die Stimmung zu kippen drohte. Wir machten uns eins mit seinem Heer und ließen uns von IHM leiten.

Wir merkten, wie die Stadtderbys immer friedlicher wurden, die 1. Mai-Demos im Großen und Ganzen ruhig blieben und wie Gottes Frieden sich mehr und mehr ausbreitete und lagerte. Selbst die Medien schrieben davon, dass es in den letzten Jahren weitestgehend ruhig blieb. Während eines der Fußballspiele hörte ich am Millerntor-Stadion einen St. Pauli Fan sagen: „Ich komme nun schon über 30 Jahre zu diesen Fußballspielen, aber noch nie habe ich es so ruhig erlebt.“ Draußen war auch keine Polizei mehr zu sehen.

Eigentlich waren wir immer nur 2–3 unscheinbare Frauen und vielleicht waren auch noch andere Beter unterwegs oder zuhause, von denen wir nicht wissen, aber mit der Waffe des Gebets und Lobpreises in der Hand und unserem wunderwirkenden Gott an unserer
Seite wird ALLES möglich.
Hier noch zwei Gebetserhörungen dazu:

Während wir beim G20-Gipfel auf der Straße beteten, hörten wir über die Medien, dass zwei Hubschrauber-Piloten durch Laserpointer verletzt worden waren und den Dienst für den Tag beenden mussten. Mitten auf dem Bürgersteig stellten wir uns im Team zusammen und beteten, auch wenn es mir als Laie fast unmöglich erschien, dass die Polizei den Täter finden und festnehmen könnte. Das würde ja heißen, die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Doch gleich am nächsten Tag kam die Nachricht, dass ein Tatverdächtiger festgenommen worden war. Ich konnte es kaum glauben und dankte Gott für diese Gebetserhörung. „Und gesegnet sei Gott, der Höchste, der deine Bedränger in deine Hand ausgeliefert hat!“ 1. Mose 14,20 ELB

Beim Stadtderby (St. Pauli – HSV) am 10.03.2019 gab es schon im Vorfeld den Hinweis in den Medien, dass die Polizei die Fangruppen strikt trennen wollte, damit die HSV Fans am Hans-Albers-Platz nicht mit den St. Pauli Fans in der Schanze aneinandergeraten konnten. So zogen wir im Gebet schon mal unsichtbare Grenzlinien entlang der Reeperbahn. Am Stadion blieb es relativ ruhig, deshalb machten wir uns zu zweit zum Hans-Albers-Platz auf. Der Platz war leer, aber in der Gasse pöbelten einige HSV Fans gegen die Polizisten, die gerade mit Flaschen beschmissen wurden und deshalb ihre Helme aufhatten. Wir stellten uns mitten auf den Platz, direkt am Denkmal, beobachteten die Szene und fragten gleichzeitig Gott, was wir jetzt tun sollten. Sofort kam mir der Refrain des Liedes „Mit göttlicher Kraft nehmen wir ein das Land“ in den Sinn, der einfach pure Anbetung ist und Gott groß macht. Also sangen wir lauthals mehrmals hintereinander (uns hörte sowieso keiner bei dem Lärm, außer Gott natürlich): „Dir sei Ehre, alle Macht, herrlich und mächtig bist du!“ Und das Getöse in der Gasse hörte tatsächlich nach kurzer Zeit auf. Wir blieben aber weiter dort und wann immer es wieder losging, sangen wir einfach nur diesen Refrain und gaben Gott den Raum zu herrschen, und es wurde wieder still.

Irgendwann betete ich: „Gott, nimm du ihnen die Fixierung auf die Feindbilder und lass sie ihre eigenen Fanlieder fröhlich singen.“ Kaum zu Ende gebetet, fingen sie an zu singen und die Atmosphäre veränderte sich schlagartig. GOTT SEI von Herzen DANK und alle Ehre dafür!

Gott ist auch ein Gott der Vielfalt und einer, der seine Kinder kennt und sie entsprechend positionieren möchte. Nicht jeder, der den Siegelring annimmt, muss mobil auf der Straße beten. Fragt Gott einfach, in welchem Bereich er euch gebrauchen und einsetzen möchte, um Gottes Willen, seine Ordnungen, Pläne und Lösungen auf Erden in Existenz kommen zu lassen. Er wird euch oder auch eurer Gemeinde etwas aufs Herz legen und euch dafür begeistern und ausstatten. Er will mit uns Geschichte schreiben!

Seit ein paar Monaten ist mir z.B. der Hamburger Hauptbahnhof in den Fokus gerückt, der laut Medien mittlerweile der gefährlichste Bahnhof Deutschlands sein soll. Es ist auch schon einiges positiv in Bewegung, aber dort braucht es weitere Durchbrüche, wie auch in vielen anderen Stadtteilen und deren Brennpunkten. Let’s go!

Wer Interesse an mobilen Gebetseinsätzen hat, kann sich gerne per Mail bei mir melden:
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Michaela Schaffer
Gebetshaus Hamburg

Michaela ist seit acht Jahren im Gebetshaus Hamburg aktiv und leitet seit März 2018 die Dienstagabendschicht. Ihr Schwerpunkt ist Fürbitte eingebettet in Lobpreis. Einmal im Monat leitet sie auch den KreativSein-Abend. Wenn Demos oder Fußballspiele mit Gewaltpotenzial stattfinden, ist sie oft mit einem mobilen Gebetsteam auf der Straße. Michaela lebt seit 20 Jahren in Hamburg, ist aber im Osten Deutschlands geboren und in einer christlichen Familie aufgewachsen. Als Jugendliche hat sie den Mauerfall erlebt und liebt es seitdem, zu reisen, fremde Kulturen kennenzulernen und die weltweite Gemeinde Jesu zu unterstützen, zu ermutigen und für sie zu beten.

Das Gebetshaus Hamburg existiert, um Kirchen auszurüsten, anzufeuern und zu unterstützen im Gebet
und in der Anbetung zu stehen, damit sie stark und befähigt sind in ihrem göttlichen Potential und ihrer Bestimmung zu agieren.
Unser Anliegen mit diesem Adventskalender ist es, dich als Leser/in in deinem Glaubensleben zu ermutigen und dir Anreize für dein Gebetsleben zu geben.

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